„Immer sachlich, stets auf den Punkt“

Die Salzgitter-Zeitung berichtet über den ersten größeren Redebeitrag des Kandidaten in Salzgitter – umfangreich und freundlich. Der Text ist hier im Link vollständig online verfügbar – hinter der BZV-Paywall.

Nach der Pressekonferenz vom 12. März Ruhe? Nix da! Samstag Morgen: Was ziehe ich an? Das ist keine so leicht zu beantwortende Frage, schließlich machen am Ende Kleider auch Leute, wird vermutlich genau hingeschaut, was und wie der Kandidat so „aufträgt“. Der erste Anzug fällt durch – nicht bei mir, bei der Familie – am Ende passt auch der Gürtel farblich nicht zu den Schuhen. Ok, also klassisch, weißes Hemd (nicht zu eng und keine Manschettenknöpfe, es geht schließlich zur SPD-Wahlkonferenz), gedeckter, locker fallender Anzug. Die Wahlkonferenz für alle Kandidatinnen und Kandidaten ist in Corona-Zeiten ein durchaus diffiziles Ereignis. Die Satzungen verlangen persönliche Anwesenheit der Mitglieder bei der Wahl, der SPD-Unterbezirk hat es gut organisiert, am Ende können 83 Mitglieder mitstimmen, coronagerecht mit Abstand, Maske und zusätzlichen Schutzmaßnahmen.

„Jungfernrede für den OB-Kandidaten“ wird die Salzgitter-Zeitung später schreiben, ich fühle mich gar nicht so, aber, im Grunde hat die Zeitung ja damit schon den Nagel auf den Kopf getroffen. Jungfernrede also. Ich fühle mich für meinen Anspruch – der ist meistens hoch, sagen zumindest jene, die bei mir studieren – gut vorbereitet. Ich habe mich in den vergangenen Wochen durch ziemlich hohe Berge von Papier gearbeitet, habe Anträge gelesen, Leitbilder studiert, vieles gefunden, was mich fasziniert und begeistert hat, einiges gesehen, bei dem ich mich gefragt habe, warum es nicht gelungen ist, dies in den vergangenen Jahren auch umzusetzen, auf die Straße zu bringen. Die Atmosphäre im Ratskeller gefällt mir, ich fühle mich angenommen und akzeptiert, und ich gestatte mir, mein Redemanuskript zur Seite zu legen, denn der Berichterstatter hatte ja nach der PK vom Vortag angemerkt, „wenig konkret“ gewesen zu sein. Also, warum denn nicht, das Redemanuskript wird unwichtig, ich referiere über Sachthemen, eines nach dem anderen.

Und, die Botschaft kommt diesmal auch bei der Salzgitter-Zeitung an: „Rau vergaß indes nicht die Inhalte. Im Bereich Kultur etwa, ‚ist die Stadt unterbelichtet‘, so Rau. ‚Da geht mehr‘, Stadtentwicklung, Schule, Ausbildung, Gleichstellung, Arbeit, Soziales, Inklusion aber auch Digitalisierung (‚Die wird bei mir Chefsache‘) – Rau redete eine Stunde lang. Immer sachlich, stets auf den Punkt. Politische Gegner griff er nicht an.“ – so Jörg Kleinert als Autor für die Salzgitter-Zeitung.

Okay, ich habe offenbar wirklich lange geredet – entschuldigt, liebe Genossinnen und Genossen der SPD, das ursprüngliche Skript war kürzer angelegt. Es kam am Ende dann doch sehr viel positive Resonanz. Das hat mich gefreut, denn im Grunde will ich viel lieber ganz viel zuhören als zu viel selbst zu reden. Mal sehen, wie es gelingt im weiteren Wahlkampf.