Tourismus & Naherholung

Das Wahlprogramm für den schnellen Leser – kurz und bündig:

  • Radwegenetz erfassen und ausweisen – auch für Mountainbikes (Nutzung der Plattform Outdooractive);
  • Wanderwege erfassen und ausweisen (die Beschilderung ist im Vergleich zu anderen Regionen (Bayerischer Wald, insbesondere Naturpark sowie Pfälzer Wald und Odenwald haarsträubend – und das, obwohl in Salzgitter das Deutsche Wanderinstitut zu Hause ist).
    • Im Übrigen: Wer muss in den Harz, wenn der Höhenzug vor der Haustür liegt. Wie immer liegt das besondere SZ-Problem in der “Kommunikation”. 
  • Neubestimmung und -vermarktung von Sehenswürdigkeiten, die selbstbewusst präsentiert werden dürfen! 
    • Gaußstein und Burg Lichtenberg, direkt nebeneinander gelegen, waren einstmals DAS Ausflugsziel für das engere und weitere Umland – gastronomische Versorgung inklusive. Sie sind in den vergangenen zwanzig Jahren mehr oder weniger in Vergessenheit geraten. Auch das eine Frage der “Vermarktung”.
  • Ein erster Schritt muss sein: Deutlich mehr Tagestourismus anziehen (Wandern, Radsport (MTB), Inlineskaten (siehe Stadtentwicklung), Baden, Spielen und “Chillen” am See, die hierfür zu investierenden, als gering einzustufenden Beträge, zahlen sich durch wachsende Gastronomieumsätze unmittelbar aus, zusätzlich “Wellness” in der Erholungsoase Thermalsolbad!  
  • In anderen Städten werden Jugendherbergen geschlossen. Ein Fehler! Aber warum gibt es in Salzgitter kein Jugendgästehaus? Salzgitter böte sich auch hervorragend als Standort für eine Jugendherberge oder ein Jugendgästehaus mit Schwerpunkt Sport & Natur an. Vom Standort am Salzgittersee ist vieles denkbar: u.a. Laufen, Segeln, Rudern, Inlinern, Fahrradfahren am See, Exkursionen, Wandern, Mountainbiken in den Lichtenbergen, Eislaufen, Eishockey und Sommersport in der Eissporthalle. Dadurch gewänne Salzgitter auch bei jungen Menschen als Profil. Zudem – andere Städte führen dies vor -, könnten diese Räumlichkeiten auch für Tagungen genutzt werden.
  • Mehr Tagungstourismus! Betrachtet man die Region, ist es nachgerade erschütternd, wie wenig Salzgitter von den Weiterbildungseinrichtungen sowie von wissenschaftlichen oder Fach-Tagungen profitiert (begleitender Schritt: Tagungsmöglichkeiten, z.B. weitere Tagungshotels ansiedeln – wir erinnern uns an die Idee, auf dem Salzgittersee ein Tagungshotel anzusiedeln). Wenngleich natürlich nach den Erfahrungen der letzten Wochen grundsätzlich infrage steht, ob Tagungshotels noch einmal auf die Beine kommen. Die Vermutung hier: Es wird eine Renaissance geben – aber Tagungen werden dann anders aussehen, und das Rahmenprogramm wird mehr Bedeutung erlangen. Da sich Salzgitter bislang in diesem Punkt nie positioniert hat…
  • Das Thermalsolbad muss (siehe Stadtentwicklung und “Blaupause” Aibling) Wellness-Magnet werden, Bad Harzburg und Altenau sind leicht zu toppen!
  • Warum verschwindet Kunst in einem fernab liegenden Skulpturenpark. Nur wenn bildende Kunst auch in die Stadt hinein geholt wird, entfaltet sie Wirkung und fördert das Gespräch (Blaupause: Mannheim, dort ist die Skulpturenmeile Teil der zentralen Achse und Prachtstraße).
  • Salzgitter hat das Zeug, das neue Kreuzberg zu werden! Es ist am Ende alles eine Frage strategischer Kommunikation und der Koordination von bereits Bestehendem!
  • Bei alledem bleibt Tourismus ein schwieriges Thema. Salzgitter wird nie zur einschlägigen Tourismusdestination. 
  • Aber: Bad wäre ein idealer Ort, um anzufangen, attraktiver zu werden: als fahrradfreundliche Stadt mit Thermalsolbad, dann außergewöhnlichen und für die gesamte Region attraktiven Restaurants, mit einer eigenen Brauerei (und wenn diese lediglich Craft-Beer in geringen Mengen herstellen würde), der Name der Braugaststätte stünde fest: “Bad Salzgitter – urig, herb”.

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